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performance/ Installation

BANNBRECHER

A happening about superstition and how to get rid of it in 13 situations, the Bannbrecher parcours

 

 

smash your own mirror image

peer when the clock strikes

adepts regalia

say cheers and do not look into my eyes


2009 by Breeda CC und Herman Herrmann

 

Ein Aberglauben-Ablass-Experiment in 13 Bildern
Seit je her suchen und finden Menschen Szenarien, in denen spezifische
Handlungen tunlichst ausgeführt oder unterlassen werden sollten: bei Verstoss droht Unheil ! Hinzu kommen Dinge und Situationen, deren blosses Auftauchen schon als Unglückverheissung zu gelten hat.
Das Wort dafür ist Aberglaube. Ein dilettantisches Mißverständnis von Schamanismus.

Wird ein Gebot anfangs gerne nur aus spassiger Gewohnheit eingehalten, verdichtet es sich über die Zeit mit jeder Befolgung zunehmend, bis die Person unter der Knute ihrer self-fullfilling-prophecy steht. Sie befolgt nun dämliche Anweisungen aus Angst vor drohendem Unglück, oder zittert bei deren Missachtung. Ein jämmerlicher Handel.
Der Bannbrecher Parcours macht Schluss mit dieser Nötigung!

Im Bannbrecher Parcours sind 13 vorgeblich unglücksverheissende Situationen versammelt, gegen deren Gebot der Aspirant nacheinander vorsätzlich verstossen kann.
Spiegel werden zerschlagen, Salz verschüttet, Leitern unterquert usw.

Der erfolgreiche Absolvent aller Stationen ist ( per Ablassurkunde ) frei von jeglicher negativer Bannladung, die der Aberglaube ihm bisher aufnötigte; ängstliche Vorsicht und vorauseilender Gehorsam sind damit obsolet.
Wir garantieren, dass in Zukunft kein Seemann wegen an Kerzen angezündeter Zigaretten sterben muss. Sollte noch ein Verwandter sterben, nachdem man zwischen den Jahren Wäsche wusch, ist es jetzt nur noch blosse Koinzidenz, keine eingebrockte Schuld mehr.

12.12.08 Galerie Neurotitan Berlin